Naja, im Nordosten und mit 3 Wochen... da stehen gleich ganz andere Möglichkeiten offen. Man könnte z.B. eine schöne Runde machen Akureyri-Mývatn-Möðrudalur-Sænautasel-Brú-Kverkfjöll-Askja-Mývatn. Da ist man dann etwa eine Woche unterwegs, und kann danach wieder neue Vorräte einkaufen gehen. Die Strecken dort sind relativ einsam, stellenweise furchtbar sandig, und bestimmt abenteuerlich genug für das erste Mal Island. Man könnte auch von der Askja über die Gæsavatnaleið (F910) weiterfahren, aber das ist bei der ersten Islandreise vielleicht doch etwas hochgestochen.
Dann könnte man vom Mývatn bzw. Goðafoss aus (suche mal nach "Engidalur", da gibts auch nen schönen Weg) über den Sprengisandur (F26) nach Landmannalaugar radeln. Landschaftlich nicht so spannend wie Kjölur, aber vom Start- und Zielpunkt her halt ziemlich günstig. Wenn du das machst, empfehle ich schonmal prophylaktisch südlich von Nýidalur auf die Strecke um den Kvíslavatn herum auszuweichen, mit Zwischenstop am Hreysiskvísl...
Von Landmannalaugar aus kann man dann je nach Zeitreserven noch über die Eldgjá und mit Vík und Skógar im Süden herum zurück zum Flughafen fahren. Alternative ist der direkte Weg über Árnes und Flúðir oder Hella.
Ohne das im Detail durchgerechnet zu haben und unter der Annahme, dass du den Bus nach Akureyri nimmst würde ich sagen, das passt für 3 Wochen. Wenn das Wetter oder die Wege zu schlecht sind, kann man meist auf Busse umsteigen, und wenn am Ende zu viele Regen-/Pausetage dabei waren, hat die Tour auch ein Open-End, wo du am besten in Landmannalaugar selber schaust, wie du weiterfährst.
Die Ecke Vík-Vatnajökull, bzw. der schmale Küstenstreifen südlich und östlich des Vatnajökull ist meiner Meinung nach zwar durchaus sehenswert, aber man ist halt auf die einzige Straße in der Gegend angewiesen, die asphaltierte Ringstraße, und man kommt alle paar Kilometer wieder an einer Farm vorbei. Das ist wie gesagt auch reizvoll, passt aber nicht ganz zur Vorstellung "weg von Zivilisation", und zur Reifenbreite auch nicht...
