ElisaF hat geschrieben:Ist natürlich schade, wenn ein Wanderweg bzw. die Natur drum herum eingeht, weil er so beliebt ist.
Mich würde mal interessieren, merkt man was von den Menschenmassen während man unterwegs ist, oder teilt sich das gut auf? Gibt es Zeiten zu denen weniger los ist?
Es macht ja auch keinen Spaß mehr, wenn man die Natur genießen will und dann alles voller Menschen ist.
Ich muss gestehen, dass ich bis vor einem Jahr auch annahm, dass der Laugavegur zu überlaufen sei, habe aber seit einem Jahr meine Meinung etwas revidiert. Natürlich ist der Laugavegur der meistfrequentierte Mehrtageswanderweg in Island, aber ich würde jetzt nicht sagen, dass er sooo überlaufen ist. Ich bin ihn bisher drei Mal gelaufen und es war nie so voll, dass es unerträglich schien. Andererseits ist es auch Ansichtssache, was man mit "überlaufen" meint und es gibt sicherlich Zeiten wann der Wanderweg mal mehr oder mal weniger gelaufen wird.
Ich bin beispielsweise 2008 den Laugavegur etwa Mitte Juni gelaufen (also am Anfang der Saison) und da waren wir etwa 10-15 Leute in den Camps (Zeltplatz und Hütte). Letztes Jahr war ich Mitte Juli dort unterwegs (also in der Hauptsaison) und es war zwar bedeutend mehr los, aber bis auf die Strecke von Álftavatn bis Emstrur, bin ich die meiste Zeit alleine gelaufen. Die Hütten waren gut bis sehr gut gefüllt, aber schienen nicht komplett belegt gewesen zu sein.
Die Hüttenwartin in Emstrur hat mir letztes Jahr aber erzählt, dass es 2009 zeitweise extrem voll war, aber dafür gibt es auch eine Erklärung. 2009 fand das große Jahrestreffen der Pfadfinder in Island statt und da kamen mehrere Tausend dieser ... hmm, Typen aus (fast) allen Kontinenten und sind in Island einmarschiert. Diese haben sich erst in Reykjavík getroffen und anschließend ihr "Haupttreffen" zusammen in Thingvellir gefeiert. Anschließend haben sie sich aufgeteilt, um in kleineren (?) Gruppen die Insel unsicher zu machen. Klar, dass die Mehrheit auch auf dem Laugavegur unterwegs war.
off topic an: An alle Pfadfinder und Pfadfinderfreunde: Bitte nicht falsch verstehen! Ich habe nichts persönliches gegen Pfadfinder. Jeder soll sich seine Freizeit so gestalten wie er will. Ich habe auch einige von denen persönlich kennengelernt (z.B. Deutsche, Polen, ...) und die waren eigentlich alle in Ordnung. Aber besonders die südländischen Abenteurer verhielten sich allerdings jenseits von gut und böse. Rücksicht kannten die garnicht und es ist nur meinem friedlichen Charakter zu verdanken, dass denen nichts passiert ist

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off topic aus.
Ist natürlich schade, wenn ein Wanderweg bzw. die Natur drum herum eingeht, weil er so beliebt ist.
Es lässt sich sicherlich nicht vermeiden, dass viele Wanderer auch Spuren hinterlassen und einige wenige von denen auch nicht an die einfachsten Regeln halten (Beispiel: Müllentsorgung). Andererseits, wenn die isländische Natur eingeht, so liegt es zuletzt an den Wanderern oder einem "überlaufenen" Wanderweg.
Uwe