ich war mal im März in Island... das geht... Dezember/Januar ist wegen der Lichtverhältnisser wohl wirklich nicht zu empfehlen... jetzt noch Eigenwerbung: hier meine ultimative (

) Vor- und Nachteile -Sammlung aus meinem damaligen Reisebericht (
viewtopic.php?f=8&t=7919; wie gesagt - "Winter" heißt hier "März")
"Sommer oder Winter?
Nach zwei Aufenthalten im Sommer wollte ich mir dieses Mal Island im Winter anschauen. Begleitet hat mich meine 10jährige Tochter. Hauptmotivation waren die Nordlichter – zudem wollte ich die Ostfjorde „mitnehmen“, die ich bisher noch nicht gesehen hatte. Um es vorwegzunehmen: Polarlichter gab es gar nicht und von den Ostfjorden habe ich nebelbedingt kaum etwas gesehen. Eigentlich ein totaler Reinfall – dennoch fand ich den Urlaub sehr schön, was natürlich für das Reiseland spricht.
Insgesamt kann ich keine klare Empfehlung für eine Winter- oder Sommerreise aussprechen – außer vielleicht: sowohl als auch statt entweder oder
Hier meine Sammlung der Vor- und Nachteile eine Winterurlaubs in Island:
Vorteile
- Die verschneite Landschaft sieht noch mal ein bisschen besser aus als im Sommer. Der Schnee gibt der Landschaft eine zusätzliche Struktur. Wenn dann noch die Sonne drauf scheint, wird es märchenhaft.
- Auch die Gletscher gewinnen an Kontrast. Durch den vielen Schneefall sind sie sprichwörtlich schneeweiß, so dass sich die eingelagerten Ascheschichten noch deutlicher dagegen abheben.
- Selbst bekanntes zeigt noch mal ein ganz anderes Gesicht: An der Jökulsarlon-Lagune hatten sich bspw. an der Meeresküste (also jenseits der N1-Brücke) abertausende Eisbrocken abgelagert – von Schneeball- bis Auto-Größe und in allen erdenklichen Formen. Dazwischen rumzulaufen machte riesigen Spaß ... da kam Grönland-Feeling auf (vgl. aber auch Nachteile).
- Anders als im Sommer sind Eishöhlenbesuche möglich.
- Chance auf Polarlichter (wie gesagt: Leider keine Garantie)
- Weniger Touristen
- Günstigere Preise für Flüge und Mietwagen (vgl. aber auch Nachteile)
Nachteile
- Zelten fällt als Übernachtungsmöglichkeit weg, was den Urlaub erheblich teurer macht – Daumenregel für 2 Personen: 80 € statt 8 €/Nacht. Zur Erläuterung: Campingplätze haben zu und wild campen im Winter ist nur was für ganz Hartgesottene – je nach Wetter kann es sogar gefährlich werden.
- Weniger Tageslicht (ist im März eigentlich kein Thema mehr – nach der Tag-und-Nacht-Gleiche ist es sogar schon länger hell als in Deutschland)
- Einige Aktivitäten sind nicht möglich, da nur im Sommer geöffnet (z. B. Steinmuseum in Stöðvarfjörður,
https://insidethevolcano.com/, Lýsuhólslaug etc.), Hochland ist komplett gesperrt.
- Straßenverhältnisse tendenziell schwieriger – viele kurzfristige Sperrungen möglich (wir kamen bspw. nicht nach Seyðisfjörður). Dazu ausführlicher weiter unten.
- Einige Sehenswürdigkeiten verlieren im Winter: Wasserfälle wirken weniger beeindruckend, da 1. wegen geringerer/keiner Schneeschmelze die Flüsse weniger Wasser führen, und 2. wegen schwierigerer Wetterverhältnisse viele Wanderwege gesperrt sind – dadurch kommt man nicht so nahe dran wie im Sommer. Die beiden Effekte haben sich v.a. beim Dettifoss und Gullfoss negativ ausgewirkt.
Die Jökulsarlon-Lagune war fast komplett vereist, was zur Folge hatte, dass das majestätische Gleiten der Eisberge über das Wasser entfiel.
"