Obwohl.....Bergab -genug Gefälle vorausgesetzt- könnten die Rockslider eventuell als Schlitten fungieren...!

Gruß, Jürgen
Okay, Schluss mit lustig, jetzt im Ernst (ich schreibe ja gerne flappsig, was von vielen Leuten aber oft falsch verstanden wird):Insider hat geschrieben: @ Wilfired75 der sicher Wilfried heissen soll:
Dein kleiner Lappi muss ja wie Bugs Bunny hinter dem Ford Van hinterher gehoppelt sein! Dein Radstand ist ja ungefähr die Hälfte von ihrem Van - und dann wären da noch 44" gegen 35" (?) Reifen ... - da merkt man mit 7psi noch nicht viel ... noch dazu kennen sie jede Kurve in dem Gelände auswendig.
Nun zur Technik zum passieren von Schnee:
Klingt ja alles ziemlich aufregend und spannend. Bis zu einer gewissen Schneetiefe mag das auch funktionieren. Sorgen macht mir der Gedanke bei Pappschnee oder einer tiefen Verwehung, wo der Wagen schnell bis auf das Bodenblech aufsitzen kann, ode aber wenn sich ein größerer Stein in dem Schnee versteckt. Wenn ich in diesem Zusammenhang, oder besser in jedem zum Thema Hochland, das Wort "Schwung" mit vernehme, läuft es mir kalt den Rücken runter. Dieses nette Wort bekommt man meist zu hören wenn Leute in Erklärungsnot für ihre Panne, im Fluss, am Berg, im Schnee oder auch einfach auf gerader Sandstrecke geraten. Im Rettungsdienst-inneren Funkverkehr wird dies simpel mit den Worten: "Hormons" durch gegeben, und jeder weiss was ihn erwartet.
Ich habe gesehen das der Wagen auf dem Bild mit 35" Reifen unterwegs war. Zu schwer ist der Wagen nicht um ihn mit Luftdruck um die 10-12psi durch den Schnee zu fahren. Zu aller erst sollte der 4x4 aktivert sein (nicht lachen, passiert sogar den Profis!!!), wer hat haut die Achsperrung rein, unterste Untersetztung und kleinster Gang plus mässig Gas. Der Fahrer wird überascht fest stellen: In der Ruhe liegt die Kraft. Sollten es die 10psi nicht machen kann man die 35" bis minimal 3psi für kurze(!) Zeit (Gefahr den Reifen von der Felge zu setzten) ab lassen. Isländische Fahrzeuge, welche meist eher im Winter eingesetzt werden, haben ausserdem eine doppelte Untersetztung um den sog. "Crawl" zu optimieren. Die normaler Weise für den Notfall konzipierte Sperrung der Frontkardanwelle kann auch hier sehr hilfreich sein. Leichte Bewegung des Lenkrades zu beiden Seiten und ein hilfreicher Co-Pilot !ausserhalb! des Fahrzeuges sind nie fehl am Platze. Besondere Aufmerksamkeit bei fahren mit geperrten (Front-) Differenzialen gilt Steinen im Untergrund. Diese können die Lenkeinheit schnell zerlegen. Auf diese Weise werden von uns auch im Wintertiefschnee Steigungen bis 22° nahezu problemlos überwunden.
Ich selbst fahre einen Hilux auf 35", mit dem ich regelmäßig zu allen vier Jahreszeiten problemlos unterwegs bin. Es muss nicht immer 44" sein ...
Mit einem Fahrzeug im Hochland unterwegs zu sein, welches neben vier Reifen, Antrieb und Treibstoff keine weiteren Hilfsmittel, dafür aber eine schwangere Frau mitführt halte ich ebenfalls für verantwortungslos. Ich hoffe derjenige erötet zumindest! Schaufel, ein passender(!) Wagenheber, ein kompletter Satz Werkzeug, Abschleppseil, erste Hilfe Kasten, Feuerlöscher und ein Satz Reifenreparatur sowie ein aktueller(!) Kartensatz sollte in jedem Fahrzeug sein. GPS und VHF kosten auch nicht mehr die Welt. Wer auf Nummer sicher gehen will leistet sich das nun offene Tetra Netz. Wenn noch was von dem guten Geld übrig geblieben ist, ein Kompressor schadet nie (kann sogar Werkzeuge mit Luft versorgen), und eine Winde bringt einen Hauch von Professionalität, Suchscheinwerfer sind im Sommer vielleicht unnütz, gute Nebelscheinwerfer hingegen haben schon so manches Leben gerettet. Ein extra Wasserkanister, ein Kompass und ein Satz anständige Outdoorklamotten runde die ganze Sache fein ab.
Ach so, und bitte die Kamera nicht zu Hause vergessen!!!![]()
In diesem Sinne, viel Spass im Hochland! 8)
Eure Bílahóp vom Björgunarsveit Íslands
http://www.bjorgunarsveit.is/
Genau dieses Schnee-Plattwalzen meine ich. Danke Lena! (echt, das sieht professionell aus? Na dann bin ich aber beruhigt; kann nächstes Mal also doch jemand zuschauenlena hat geschrieben:Eine Isländerin zeigte uns das Fahren durch Schneewehen so: Immer schön im Wiegeschritt anstatt mit Schwung hinein. Vor und zurück, vor und zurück immer ein bißchen Schnee platt walzen und wieder zurück und wieder vor, bis man durch die Wehe durch ist. Ich habe ja keine Ahnung vom Fahren, aber bei ihr wirkte das schon gekonnt. Habe ich dann auch noch bei einem anderen beobachtet, der am mit Schwung in der Schneewehe festgefahrenen Wagen vorbeiwiegte.
Nein, wenn man reinfährt bis zum Steckenbleiben sieht das alles andere als professionell aus. Mit Anlauf rein bis es nicht mehr geht sieht sogar ziemlich dumm aus. Ich rede von Zentimetern. Du solltest wohl auch mal bei Lilja in die Schulung gehen.Wilfired75 hat geschrieben:Genau dieses Schnee-Plattwalzen meine ich. Danke Lena! (echt, das sieht professionell aus? Na dann bin ich aber beruhigt; kann nächstes Mal also doch jemand zuschauen![]()
PS: Mit nem Lappländer in der Geländereduktion "mit Schwung in die Schneewehe rein", das sind so ungefähr 15 km/h! Wenn man stecken bleibt, rückwärts wieder ein paar Meter zurück und mit den nächsten 15-km/h-Anlauf wieder ein paar Meter mehr den Schnee plattwalzen.
Was habt ihr denn immer für ein Problem mit dem "15-km/h-Schwung"? Aus dem Stand kann man keinen Schnee plattdrücken!
Insider hat geschrieben:Im Rettungsdienst-inneren Funkverkehr wird dies simpel mit den Worten: "Hormons" durch gegeben, und jeder weiss was ihn erwartet.
Man merkt, dass du es selbst noch gar nie ausprobiert hast:lena hat geschrieben:Nein, wenn man reinfährt bis zum Steckenbleiben sieht das alles andere als professionell aus. Mit Anlauf rein bis es nicht mehr geht sieht sogar ziemlich dumm aus. Ich rede von Zentimetern. Du solltest wohl auch mal bei Lilja in die Schulung gehen.Wilfired75 hat geschrieben:Genau dieses Schnee-Plattwalzen meine ich. Danke Lena! (echt, das sieht professionell aus? Na dann bin ich aber beruhigt; kann nächstes Mal also doch jemand zuschauen![]()
PS: Mit nem Lappländer in der Geländereduktion "mit Schwung in die Schneewehe rein", das sind so ungefähr 15 km/h! Wenn man stecken bleibt, rückwärts wieder ein paar Meter zurück und mit den nächsten 15-km/h-Anlauf wieder ein paar Meter mehr den Schnee plattwalzen.
Was habt ihr denn immer für ein Problem mit dem "15-km/h-Schwung"? Aus dem Stand kann man keinen Schnee plattdrücken!![]()
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