2018, 3. Reise (Mitte Juni - Mitte Juli)
4 Wochen. Fast hätte ich unüberlegt geschrieben: "4 satte Wochen". Von satt kann ich aber nicht einmal in meinen Träumen sprechen.
18.6. Reykjavík
19. Borgarnes: Hvalfjörður. Plan: Wanderung zum Glymur. Tatsache: Mietwagen blieb mitten auf der Strecke liegen. Zu viel Zeit ging beim Warten auf den Mechaniker drauf, der vom Autoverleiher geschickt wurde. Wetter zudem grau, regnerisch - kein gelungener Tag also.
20.-21.: Rif (Nahe Hellisandur): Snæfellsnes und seine Sehenswürdigkeiten. Dazu muss ich sagen, dass ich den Snæfellsjökull zum ersten Mal gesehen habe. Und was für ein unfassbares Glück! Denn das Wetter an diesem ersten Tag war so richtig traumhaft: Strahlend blauer Himmel, Sonne satt, Temperaturen um die 17-20 Grad (sonst kam in diesem Sommer größtenteils Ostisland auf den Geschmack solcher Temperaturen). Bin dem Snæfellsjökull sogleich verfallen, wie ja viele andere (es stimmt: er IST magisch, zieht einen in den Bann).
Der zweite Tag war dann wettertechnisch das komplette Gegenteil: Dauerregen, manchmal in Strömen, sturmartige Böen, dystopisch, grau. Aus dem Grund habe ich die geplanten Wanderungen sein lassen und verbrachte mehr Zeit im Auto (Rundfahrt um die Halbinsel), als gewünscht.
22.Tag Skála (nahe Fell, Hofsos): Grábok, Glanni, Torfhütten in Glaumbær
23.-25. Lundur (Nahe Ásbyrgi): Fahrt um die Tröllaskagi mit tausend Stopps, Spaziergänge in den Fjordstädtchen Siglufjörður und Ólafsfjörður (beim nächsten Mal auch Besuch im Heringsmuseum, dieses Mal keine Zeit), Akureyri, Goðafoss
8. Ásbyrgi: Wanderung nach Vesturdalur, zu den Hljóðaklettar, Rauðhólar und zurück.
25.-28. Mývatn (beim letzten Mal 2 Dauerregentage gehabt, dieses Mal 3 strahlende Sonnentage!): im Grunde gleiche Punkte angesteuert wie bei der ersten Reise, was jetzt dazu kam: Námafjall, Kröflustöð (15-Min-Infofilm), Krafla-Viti, Krafla (Besteigung). Lieblingsmomente: Wanderung bei Abendsonne im Lavafeld von Leirhnjúkur. Der Ausblick auf die Königin Herðubreið vom Gipfel des Krafla (und überhaupt! der ganze rundum Ausblick war herrlich)
28. Bakkagerði, Borgarfjörður eystri: Dettifoss, Selfoss. Den Möðrudalsleið (Straße 901) fuhr ich doch nicht wie geplant. Ich war wochenlang vorher schon sehr unsicher, ob ich mit meinen spärlichen Fahrerfahrungen (fahre in D nicht) und dem "normalen" PKW hier 40 km auf Schotter fahren könnte, ohne Schaden mitzunehmen. Aus verschiedenen Quellen gehört und gelesen (evtl. auch hier in einem Beitrag), dass die Strecke absolut PKW-tauglich sei, doch als ich ca. 300 Meter reinfuhr, beschlich mich eine große Unsicherheit und ich machte doch kehrt in die Ringstraße...Da der Mietwagen schon einmal liegen blieb, wollte ich hier kein Risiko eingehen, dass z.B. ein Reifen platzt oder so. Ein gewisser Zeitdruck war zudem da, musste heute noch nach Bakkagerði kommen, vorher in Egilsstaðir Lebensmittel einkaufen. Evtl. werde ich mal ein Thread öffnen und in die Runde nach Erfahrungsberichten fragen...denn sooo gerne will ich die Strecke einmal fahren.
29.-31. Seyðisfjörður: Wanderung an den Wasserfällen, Abstecher zum Hengifoss. Und wenn es nicht zu grau und regnerisch wäre, hätte ich zum Bjólfur hoch gewollt. Musste aber gestrichen werden, da lt. Aussagen der Aufstieg bei zu vielen Wolken und Nebel nicht empfehlenswert.
1.7. Breiðdalsvík. Fahrt in alle Orte des Fjarðabyggð mit tausend Stopps, doch ohne nennenswerte Unternehmung
2. Höfn: Wanderung zur Hvannagil-Schlucht im Lónsöræfi. Ich hatte mich schon lange hierauf gefreut. Als es soweit war, hatte ich großes Glück mit dem Wetter (blauer Himmel, Sonne) und dann aber großes Pech nach der Hälfte der Wanderung erlebt: Beim Furten des reißenden Flusses in der Schlucht, bin ich dummerweise reingefallen (wirklich dummerweise...bin es unklug angegangen). Bis knapp über der Hüfte war ich dann klitschnass, trotzdem hartnäckig 8 km zurück nach Stafafell gewandert (hätte nämlich einen der Isländer in ihren Ferienhäusern fragen können, die in der Nähe waren, ob sie mich bis nach Stafafell fahren, wo Auto stand, doch wollte ich nicht).
Das erwies sich später als fatal, da ich später schwere Erkältung einfing, evtl. liegt der Grund hier. Für mich persönlich noch schlimmer: Die einzigen Wanderschuhe waren im Eimer: klitschnass und die nächsten Tage nicht mehr nutzbar

((
3. þykkvibær (5 km von Kirkjubæjarkl.): Jökulsárlón, Gletscherzungen des Vatnajökull von Distanz angucken, ansonsten gemächliche Fahrt nach Klaustur.
Was ich weglassen musste wegen den nassen Stiefeln: Wanderung in Skaftafell.
4.-8. Hrútafell (30 Min. von Vík): 1-2 Tage später, als Schuhe dankt Zeitungspapier und Sonnentage schneller trocknen: Rundwanderung auf den Klippen von Vík, Hjörleifshöfði, Systrafoss und -vatn (praktisch das nachgeholt, was zuvor geplant war). Nach diesen Aktionen bin ich fertig: Erkältung erwischt mich so richtig und schwach durch Krankheit wie ich dann bin, fallen folgende Pläne buchstäblich ins Wasser (es regnet tagelang!!): Wanderung Fimmvörðuháls bis nach Skogar. Fjaðrárgljúfur, Dyrhólaey, Petursey (jeweils Wanderungen,Besteigung). Alternativ: Solheimajökull angeguckt,
3.-11.7. Hella: Geplant: Þórsmörk, Landmannalaugar, Vestmannaeyjar
Gemacht, da zu schwach: Fahrt nach Reykjavík, Fahrten über die 32, 26 (bis Hrauneyjar) in die Nähe des Hekla und einfach so: Landschaft beglotzt, Wanderungen waren nicht mehr drin. Im Lava-Center in Hvolsvöllur war ich schon, sonst wäre dorthin noch gegangen.
Als es gesundheitlich besser ging, am letzten Tag: Landmannalaugar: Ljótipollur (ich liebe diesen Krater, musste zweites Mal hin), dieses Mal mit Kraterumrundung. Ein schöner und sogar sonniger Abschluss.
Ich habe bestimmt paar Sachen vergessen, aber was soll's..habe vermutlich mehr als genug geschrieben
