
selbst in den tiefsten Gründen in der schwarzen Ecke meiner Seele hätte ich mir nicht vorstellen können wie man vom Fehlverhalten der vier Motoradfahrer, die von einem Ranger erwischt wurden, zurecht gewiesen wurden und eine Strafe zahlen mussten zu einer "globalen" Diskussion über Nationalstaaten, UNO, Unesco und überhaupt kommen kann. Und ich habe wirklich viel Kneipen- und Stammtischerfahrung...

Ich wollte mit dem Scan des MBL-Berichtes lediglich euch mal vor Augen führen, das es "tatsächlich" Strafen gibt in Island für falsches "Umweltverhalten", da ich doch immer wieder hörte (nicht hier im Forum, ausdrücklich betont) "mich sieht doch keiner".
Wenn ich das nicht gepostet hätte, wüsste keiner von euch überhaupt von diesem Vorfall und ich werde mir in Zukunft dreimal überlegen, ob ich so etwas oder ähnliches nochmals poste.
Derjenige, der schrieb das die sich "kaputtlachen" über diese Strafe, umgerechnet (mit einem Wechselkurs von 164kr zum Euro)-- Was verdienst du denn so monatlich?, das du eine Strafe von € 305.- als "lächerlich" bezeichnest. Die Strafe pro Kopf waren 50.000 kr, das entspricht der Monatsmiete incl. Nebenkosten meiner früheren Wohnung, oder einem gutem Abend-Essen für alle vier, drei Gänge und Wein, als Absacker noch'n Espresso und einen guten Kognac hier in Höfn in der "Gastronomy Langoustine, dem "Humarhöfnin" oder 211 Litern Benzin (Preis von Olís heute 236.20kr) oder..........und das alles in den Wind geschossen nur wegen ein paarmal "Abkürzungen fahren" durch den Sand in der Wüste. Wäre der Schaden nicht nur sichtbare Reifenspuren gewesen sondern ein tatsächlicher Schaden an der "Flora" oder tiefere Spuren durch eventuelles Festfahren oder sowas, hätte es auch "deutlich" mehr gekostet.
Und mal kurz noch zur Definition "OFF-ROAD",
die Farmer die ihre Schafe zusammentreiben dürfen das, allerdings nicht mit einem "KFZ" (Pick-Up oder ähnliches), genauso wie ein Farmer mit seinem Traktor oder Quad querfeldein fahren darf um seiner Arbeit nachzugehen (Zäune in unzugänglichem Gelände aufstellen oder reparieren z.B.). Ausgenommen von dieser Regelung sind "Naturschutzgebiete (Friðlönd)". Und ein Nationalpark ist kein Naturschutzgebiet, er beinhaltet lediglich, wenn überhaupt, solche.
Die Rentier-Jäger haben nach längerem "Kampf" die Erlaubnis bekommen mit einem Quad oder Sechs-Räder (mit Gelände-Ballon-Reifen) das verendete Tier zu bergen wenn es nicht anders möglich ist....früher mussten sie geschossene Tiere (bis zu 150 Kilo schwer) entweder rausschleppen aus schwierigem Gelände oder haben es liegen lassen weil sie nicht dran kamen(letzteres ist die Ausnahme, aber kommt eben auch vor).
-Oft ist es eben nicht wonach es aussieht...
O-Ton deutsche Touristen: "hier machen sie aber auch die schöne Natur kaputt".
In "wildem" Gelände zog der Farmer mit seinem Bulldozer Wassergräben um das Wasser von den Bergen in geregelte Bahnen zu lenken.
Ich half einem Farmer vor einigen Jahren draussen vor Höfn Zäune ziehen um eine noch anzulegende Aufforstung, zum Schutz vor "ungebetenen" Eindringlinge wie Schafe und am Fuss der Berge gegen Rentiere und, leider auch, stellte sich dann später heraus als das Gelände schon fast vollständig bepflanzt war gegen "Wandergruppen" die meinten das "Jedermannrecht" gibt ihnen die Erlaubnis den Zaun zu überklettern und nicht ca. eine Stunde drumrum zu laufen

-Mal ne Frage an die Allgemeinheit, müsst ihr mir nicht beantworten, aber mal drüber nachdenken:
Was richtet einen grösseren Schaden an? Die Farmer die einmal im Jahr ihre Schafe zusammentreiben mit Quad und Moto-Cross-Maschin(ch)en oder die immer beliebter werdenden Langzeit-Reiter-Gruppen?
10 Reiter plus zwei Pferde pro Kopf in der mitlaufenden Herde, das sind 30 beschlagene Pferde die ca. einmal pro Woche die gleiche Strecke reiten, und immer wieder und wieder und wieder. Und das auch in hochsensiblem Gebiet....
Ich für meinen Teil schliesse hier ab.....die Diskussion hier artet sonst in die Quadratur des Kreises aus... "Island wäre ja so schön, wenn der/die/das... nicht wären....."

