Tagesschau Bange Blicke Richtung Vulkan
Stand: 15.01.2024 11:44 Uhr
Auch wenn die Nacht nach dem erneuten Vulkanausbruch auf Island ruhig verlaufen ist: Die Regierung ist alarmiert und machte den Ernst der Lage klar. Von einer "beängstigenden Phase des Umbruchs" sprach Präsident Jóhannesson.
Wenn ich die Karte richtig interpretiere, wurde der Schutzwall zwar an einer Stelle durchbrochen - aber prinzipiell hat der Wall funktioniert und den grössten Teil der Lava abgeleitet. So wurden noch schlimmere Schäden vermieden.
Unruhige Zeiten für die Leute in Grindavik, so spannend Vulkanausbrüche auch sind. Zur Zeit scheinen alle Versorgungsleitungen unterbrochen zu sein.
25u.de hat geschrieben: Mo 15. Jan 2024, 21:31
Wenn ich die Karte richtig interpretiere, wurde der Schutzwall zwar an einer Stelle durchbrochen - aber prinzipiell hat der Wall funktioniert und den grössten Teil der Lava abgeleitet. So wurden noch schlimmere Schäden vermieden.
Die 3 zerstörten Häuser sind durch eine Spalte innerhalb des Walls entstanden, ein Wall kann fliessende Lava umleiten aber nicht bei einem Ausbruch direkt bei/in der Stadt helfen.
25u.de hat geschrieben: Mo 15. Jan 2024, 21:31
Unruhige Zeiten für die Leute in Grindavik, so spannend Vulkanausbrüche auch sind. Zur Zeit scheinen alle Versorgungsleitungen unterbrochen zu sein.
In Grindavík gibt es derzeit keine Leute, die Stadt ist evakuiert.
Laut Modellrechnungen sind seit dem letzten Ausbruch ca. 6,5 Millionen m³ Magma in die Magmakammer unter Svartsengi geflossen - und damit ungefähr so viel wie vor dem letzten Ausbruch am 14. Januar. Die Landhebung seit dem Ausbruch war mit durchschnittlich 8 mm pro Tag etwas stärker als vor dem letzten Ausbruch. Zuletzt habe sich die Geschwindigkeit etwas verlangsamt. Ein ähnlicher Verlauf war vor den letzten Ausbrüchen zu erkennen. Es wird aber auch darauf verwiesen, dass es wetterbedingt zu Störungen an einzelnen Messgeräten kam.
Die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs oder einer Magmaintrusion (ähnlich der vom 10.11.23) in den kommenden Tagen wird derzeit als erheblich angesehen. Die Vorwarnzeit könnte kürzer als beim letzten Mal (5 Std) sein. Am 19.12.23 betrug sie 90 min. Man geht davon aus, dass zwischen den ersten Anzeichen und dem Ereignis zumindest 1 Stunde liegt.
Inwieweit / ob die Erdbeben auf dem Reykjanesrücken am 4. Feb mit den Ereignissen bei Svartsengi in Verbindung stehen, lässt sich noch nicht sagen.
Heute gab es noch wieder ein Update auf vedur.is. Demnach geht man davon aus, dass sich bereits ca. 9 Mio m³ Magma in der Magmakammer unter Svartsengi angesammelt haben. Es wird geschätzt, dass beim Ausbruch am 14. Jan ca. 9-13 Mio m³ Magma aus dieser Kammer Richtung Ausbruchsstelle flossen. Die untere Grenze dessen wäre den Schätzungen zufolge demnach erreicht.
Auf vedur.is gibt es inzwischen folgenden Hinweis:
Die Landhebung ist für den Zeitraum 23.1.-04.02.24 auf diesem Bild zu sehen:
05022024-insar-.png (947.7 KiB) 2599 mal betrachtet