Zum Kocher:
Wenn ein Gaskocher fabrikneu ist, darf man ihn im Flieger mitnehmen. Ist er benutzt, kann es theoretisch Probleme bei der Security-Kontrolle am Flughafen geben, das ist aber weder mir noch Leuten, die ich persönlich kenne bisher passiert. (Bei Benzinkochern kommt das eher mal vor. Bei Spiritus theoretisch auch, ist mir aber auch noch nie passiert.)
Gaskartuschen (und andere Brennstoffe) darfst Du allerdings NICHT im Flieger mitführen, das musst Du also in Reykjavík kaufen.
Falls Du einen Kocher kaufst: Nimm einen für Schraubkartuschen (z.B. Primus), keinen blauen Campinggaz-Kocher (auch wenn diese in D sehr verbreitet sind). Die Schraubkartuschen sind in Island einfach besser zu bekommen..
Wenn Du aber auf den Hütten übernachtest, kannst Du Dir den Kocher auch sparen. Dort gibt es Kochgelegenheiten.
Preise:
Eine Preisliste von Hütten des FÍ findest Du hier:
http://www.fi.is/de/htten/preise/
Hotels:
Was Hotels angeht, kenne ich mich gar nichts aus. Wenn Du sparen willst, könntest Du aber überlegen in einer Jugendherberge (
www.hostel.is) ein Einzelzimmer zu nehmen. Auch die müssen aber frühzeitig gebucht werden. Die JuHe in Reykjavík ist rund ums Jahr gut belegt.
Trekkingnahrung:
Trekkingnahrung sind Fertiggerichte verschiedener Firmen, zu denen Du nur noch heißes Wasser direkt in den Beutel hinzugibst, durchziehen lassen, fertig. Wenn man direkt aus dem Beutel ist (und dafür ist es gedacht), spart man auch noch den Abwasch.
Für notwendig halte ich es nicht, mir ist es in der Regel zu teuer und zu viel Abfall. Wenn's aber schnell und brennstoffsparend gehen soll, warum nicht. So was bekommst Du in Outdoorläden oder online z.B. bei globetrotter, fliegfix, bergzeit und wie sie alle heißen. Auf Island ist es auch zubekommen, aber noch teurer als in D und in geringerer Auswahl.
(Als Beispiel zum Essen unterwegs: Ich habe bei mehrtägigen Unternehmungen i.d.R. Kaffee, Milchpulver, Porridge, Couscous, Kurzkochnudeln, Trockenfrüchte, Schokolade und (Tomaten)-Soßenpulver dabei.)
Markierung:
Ja, es gibt Markierungspfosten (und in der Regel auch einen erkennbaren Pfad). Je nachdem wie Deine Sehbehinderung ausfällt, weiss ich aber nicht, ob es Dir möglich sein wird, immer den nächsten Pfosten zu erkennen. Und wenn Nebel oder Schnee aufzieht, wird es u.U. richtig schwierig. Die Bilder und Filme die man so sieht, sind meist bei tollem Wetter aufgenommen, aber da oben kann es sich schnell heftig zuziehen. Ich möchte Dir keine Angst machen, aber das solltest Du unbedingt bedenken.
Und, nichts für ungut: Deinen Fragen nach klingt es für mich nicht so, als seist Du schon einmal ein paar Tage am Stück wandern gewesen. Wenn das der Fall ist, solltest Du dringend vorher ein paar Probetouren machen, um Dich mit der Ausrüstung vertraut zu machen, diese u.U. noch zu verbessern und vor allen Dingen Orientierung auch bei Sauwetter zu üben (Karte, GPS?). Sitzt der Rucksack, kommt man mit den Schuhen zurecht? Alles wichtige Punkte.
Auch die Ernährungsfrage sollte ein wenig geübt sein: Vernünftiges Essen ist sehr wichtig auf Tour, das sieht aber bei jedem anders aus. Der eine ist glücklich mit einem Müsliriegelvorrat für eine Woche, der andere ernährt sich hauptsächlich von Schokolade, manche schwören auf schnelle Trekkingnahrung, andere sind mit Tütensuppen schon zum Frühstück zufrieden, andere machen ohne Thermoskanne mit Tee keinen Schritt usw.
Das "Kochen" auf Tour und das, was Dein Körper will und braucht sieht unterwegs oft anders aus, als man es von zu Hause gewohnt ist. Da finde ich es ganz sinnvoll, vorher ein paar Erfahrungswerte gesammelt zu haben, sonst ist die Stimmung und die Leistungsfähigkeit schnell im Keller.