Puh, das ist ja eine Herausforderung. Aber ich habe grad nichts Besseres zu tun, weil ich vergrippt zu Hause rumhänge und mein nächster Islandurlaub auch noch lange warten muss.
Wahrscheinlich ist es besser ein paar Reiseführer aus der Bibliothek zu leihen oder sich schenken zu lassen (meinen ersten Reiseführer habe ca. 10 Jahre vor meiner ersten Reise bekommen. So lange soll es bei dir natürlich nicht dauern

)
Aber ich wollte die Herausforderung annehmen und mich selbst mal prüfen, was mir da so einfällt.
Ich fang mal mit den
Westfjorden an, weil ich da noch nicht war. Die Westfjorde befinden sich im „Kopf“ der „Ente“ als die ich Islands Umrisse manchmal beschreibe. Die vielen Fjorde, also tiefe Einschnitte in die Landmasse, sorgen dafür dass die Fahrwege weit sind. Nicht nur für Touristen, sondern besonders für die Einheimischen. Daher leben hier auch immer weniger Menschen, die diese Abgeschiedenheit mögen (und hier ihr Auskommen haben) und mancher mag die Ecke ja gerade deshalb.
Bekannt ist Island natürlich für seine
Vulkane. Man darf sich aber von den Fernsehdokumentationen nicht täuschen lassen: es brodelt und blubbert nicht an jeder Ecke und sie zeigen auch immer nur den einen Geysir, Strokkur, es gibt noch ein paar kleinere, die nicht so spektakulär sind und
der Geysir springt ja schon seit Jahren nicht mehr. Wenn man also mehr als nur ein paar heiße Quellen sehen will, muss man sich mal eine geologische Karte ansehen. Darauf erkannt man die „aktiven“ vulkanischen Gebiete. Und man riecht es, wenn man den Warmwasserhahn öffnet. Dort wo das Heißwasser aus Thermalgebieten entnommen wird, riecht das Wasser nach Schwefel . Aber Vulkane gibt es überall auf der Insel. Die Vulkane, die zuletzt ausgebrochen sind, liegen alle im
Süden der Insel.
Gletscher gibt es auf Island auch überall. Leider werden auch sie meines Wissens kleiner. Der größte ist der Vatnajökull, der ein so großes Gebiet der Insel einnimmt, dass er eigentlich von der Mitte bis in den Süden reicht. Die Gletscherzungen reichen teilweise bis ans Meer und es gibt da diese tolle Gletscherlagune Jökulsarlon. Man kommt also von der Hauptstraße dicht an die Gletscher heran und kann im Nationalpark sogar Touren auf den Gletscher buchen.
Die
Berge sind auf Island nicht so hoch. Ich sage das, weil ich mir vor meiner ersten Islandreise nicht abgewöhnen konnte, mir irre hohe eisige Berge vorzustellen und mehr die Alpen im Kopf hatte (Ja das Internet und die „Islandmode“ gab es damals/Ende der 90er

so noch nicht) .
Wasser gibt es auch fast überall in Form von Flüssen, Wasserfällen, Meer und Hotpots. Außer im Hochland in der
Mitte Islands. Dort fließen zwar auch die Abflüsse der Gletscher durch, aber auf Grund der klimatischen Bedingungen ist dort Steinwüste und zwar richtig mit Sandstürmen. Die bekanntesten Wasserfälle (Dettifoss oder Godafos) liegen im
Nordosten. Im
Südwesten gibt es noch den beeindruckenden Gullfoss.
Grünlandschaften findet man nicht so viel. Meistens sieht man Weide- oder Grasland. Im späteren Sommer wird dort auch Heu gemacht und überall liegen in weiße Folie verpackte Heuballen rum. Echte Felder hab ich auch noch nicht so viele gesehen. An einigen Stellen gibt es noch oder wieder echten Wald, meist aus Birken oder Tannen, z. B. im
Osten bei Egilsstadir. Was ansonsten grün ist, sind oft Moos und Lupinen (immer Sommer blau blühend).
Im
Norden gibt es das Gebiet um den See Myvatn mit vielen Highlights (da blubberts in der Nähe auch) und die Städte Akureyri und Husavik (bekannt für Whale Watching).
Und im
Westen darf man natürlich die Halbinsel Snaefellsnes nicht vergessen. Da gibt es alte Vulkane, Gletscher, Wasserfälle, Höhlen, Vogelfelsen, Weideland. (Und hier hatte ich meinen ersten und bisher einzigen Ausritt) Eine schöne Gegend auch für kürzere Aufenthalte.
Tja und jetzt habe ich bestimmt vieles vergessen oder weggelassen, was anderen wichtig ist. Aber so ist das. Auch Du wirst bestimmt Deine ganz eigenen Highlights entdecken.
(an alle Islandkenner: grobe Fehler bitte melden! Dies ist mein erster „Reiseführer“ in „kurz“

)
Marion