Hallo, günstig+Unterkunft+Island ... das wird schwierig

. Die Unterkunftspreise in Island sind einfach hoch. Ab September 2013 kommt die Mehrwertsteuererhöhung auf Übernachtungsleistungen (von 7% auf 14%) hinzu, die die Preise steigen lässt.
Günstig sind eigentlich fast nur noch Schlafsackunterkünfte, wobei auch dort das Wort "günstig" relativ ist. Letzten Winter hatten viele Unterkünfte - insbesondere im Süden - den Preis für die Schlafsackunterkunft ohne Frühstück schon auf 4.500 - 5.000 isk angehoben. "Erschwerend" kommt für euch möglicherweise die Ausweitung der Hauptsaison hinzu: Wenn die Touristenzahlen im Sep noch hoch sind und die Unterkünfte ihre Betten für "gutes Geld" auch als gemachte Betten verkaufen können, warum sollten sie sie dann als preiswerte Schlafsackunterkunft verkaufen? Das soll nur heißen, dass es selbst Anfang Sep etwas schwerer sein kann, Schlafsackunterkünfte zu finden.
Mit 3 Mann in einem Auto zu schlafen ... naja, da braucht ihr dann schon wieder so ein großes Auto, dass sich Unterkünfte rechnen. Eine preiswerte Alternative wäre Zelten.
Um flexibel zu sein, würde ich euch raten, ein Auto zu mieten. Ihr seid zu dritt, da rechnet sich das durchaus, zumal irgendwann im Sep einige Buslinien eingestellt werden. Mit dem Bus unterwegs zu sein und dann keine Unterkünfte gebucht zu haben, das stelle ich mir auch im Sep schwierig vor.
Für die Unterkunftssuche könnt ihr für den Süden diesen Link nutzen:
http://en.south.is/ oder generell den von Farmholidays:
http://www.farmholidays.is/
Mietwagenempfehlungen möchte ich keine geben. Ihr habt prinzipiell die Möglichkeit zu wählen zwischen "neue und neuere Autos und dabei teurer" oder "alte und ältere und dabei günstiger". In beiden Kategorien gibt es diverse Anbieter. Zu achten ist immer auf das Kleingedruckte: Was ist im Preis enthalten, welche Versicherungen müsste / kann ich ggf. extra abschließen, wie hoch ist die Selbstbeteiligung, wie dicht das Servicenetz, wie schnell kann mir ggf. ein Ersatzwagen gestellt werden, wenn mein "alter aber gut gewarteter" Mietwagen es dann doch nicht mehr macht? Ich warne einfach vor blindem Vergleich rein nach dem Preis

. Aber auch da ist jeder anders.
Und ganz prinzipiell reise ich - egal wohin - lieber vorbereitet, weil ich mich dann vor Ort tatsächlich auf den Urlaub und das, was ich sehen und erleben möchte, konzentrieren kann, statt Stunden damit zu verbringen zu überlegen und zu recherchieren, was man denn alles machen könnte und wo man möglicherweise schläft. Da bleibt dann irgendwie am Ende sogar noch mehr Zeit für Spontanes. Und die Vorbereitungsarbeit ist zumindest für mich immer auch eine Phase der Vorfreude und Teil des Urlaubs.
Monique