Da ich in grauer Vorzeit mal Intschenör stukadiert habe, verweise ich jetzt mal nicht auf Wiki-xy, sondern auf die DIN. In D ist ja Alles so hübsch genormt, dass merkt man sofort bei den Ladesteckern fürs Handy
Das normale Handels-Propan-Gas in den rot/orange/grauen Stahlflaschen ist üblicherweise "Propangas nach DIN 51622". Technisches Reingas (Propan 2.5 und Propan 3.5) brauchen wir hier nicht weiter zu begucken. Das DIN 51622 Gas hat mind. 95 % Propan und Propen und max. 5 % "Anderes". Propan muss zu mind. 50% drin sein. Der Siedepunkt von Propen ist sogar ein paar Grad niedriger als von Propan. Der Dampfdruck ist dafür etwas höher als Propan. Wenn man für die Kältebetrachtung also 95 % Propan annimmt, ist man auf der sicheren Seite. Dass es spezielles DIN 51622 mit 45 % Propen gibt, habe ich noch nicht gehört - will es aber auch nicht ausschließen. Aber bezogen auf den Kälteeinsatz glaube ich auch nicht, dass das viel bringen würde.
Mit den festeingebauten Tanks kenne ich mich nicht so gut aus. Aber ich meine, dass sie mit "Autogas" (LPG) befüllt werden. LPG wiederum ist ein Propan-Butan-Gemisch - wie in den üblichen Kartuschen für die Gaskocher. Und das Butan ist im Winter das Problem. Normales Butan (n-Butan) hat eine Siedetemperatur von -0,5 Grad Celsius; Isobutan (i-Butan) von ca. -12 Grad Celsius. Und n-Butan bleibt bei Temperaturen unter Null dann halt einfach flüssig und verdampft nicht. Ich vermute, dass sich das "Wintergas" auf LPG bezieht.
Anders könnte sich die Sache bei festeingebauten Tanks darstellen, wenn das Gas im Regler verdampft und dieser beheizt wird. Das wäre dann wie bei den Kocherkartuschen auf dem Kopf. Aber da Dirk von Flaschen gesprochen hat, habe ich nicht weiter nachgeschaut, wie sowas im Detail konstruiert ist.
Neben dem Allgemeinen nach etwas spezielles für Dirk: Neben den "üblichen" 5 kg und 11 kg Flaschen gibt es auch welche mit niedrigerer Bauhöhe (als Kauf-Flasche). Wenn Du mit der Höhe ein Problem haben solltest, dann könnte das eine Option sein. Wenn Du genug Platz hättest, wäre eine 11 kg Flasche gegen zwei 5 kg Flaschen zu überlegen. Dann könntest Du eine Flasche vorgewärmt im Warmen haben und vielleicht das T-Stück sparen. Mit Undichtigkeit ist bei Propan überhaupt nicht zu spassen. Ich löse Manches ja auch eher rustikal, aber bei Gas entweder GUTE Alarmpiepser oder gute Durchlüftung! Die Probleme mit dem Wiederbefüllen in Island setze ich als bekannt voraus. Die in Island üblichen Kragenflaschen gibt es übrigens auch in D: Der Blick auf die gasbetriebenen Gabelstapler zeigt das. Die Kragenflaschen bekommt man hier zwar nicht im Baumarkt oder an der Tanke, dafür in Island vermutlich einfacher.
Grüße aus dem kühler werdenden Thüringen
Martin