LaRose, kennst Du den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier"? Insbesondere die Szene, wo der Wetterfrosch Bill Murray einem Polizisten zu erklären versucht, dass es keinen Schneesturm geben könne, und der lakonisch antwortet: "Sie stehen gerade mittendrin"? [Ironiemodus aus.]
Was ich damit sagen will: DIe beste Statistik nützt Dir nichts, wenn Du den Ausreißer erwischst. Wie etwa Anfang dieses Monats - da waren meine ganzen Islandpullis im Osten der Insel völlig nutzlos, bei 24°C, bald 22 Stunden ununterbrochenem Sonnenschein und fast unbewegter Luft. Aber T-Shirts hatte ich keine dabei...

Nun war das harmlos. Schlechtwettereinbrüche haben dagegen schon mehr Leute in die Bredoullie gebracht. Aber davor bist Du auch im Hochsommer nicht wirklich sicher. Und dass der September/Oktober nicht unbedingt die erste Empfehlung für eine Reisezeit auf Island ist, hast Du sicher schon aus anderen Quellen erfahren. Es kann alles gut gehen - aber Du musst auf Island immer auf Ereignisse vorbereitet sein, die Deine Pläne zunichte machen - und im schlimmsten Fall Dich auch in sehr reale Gefahr bringen können. Und dagegen hilft irgendwann keine Ausrüstung mehr, egal ob "richtig" oder "falsch" - da hilft dann nur noch der Katastrophenschutz. (Natürlich kann Dich auch falsche Ausrüstung in Schwierigkeiten bringen; aber das sind doch eher Probleme, die für Wanderer auf langen Strecken ohne Versorgungsmöglichkeiten relevant werden. Wer wie ihr in festen Unterkünften übernachtet und mehr Kleidung zum Wechseln dabei hat, als er auf dem Rücken tragen kann, ist da klar im Vorteil.) Gerade bei den Verkehrsbedingungen kann es eben irgendwann heißen: "Nichts geht mehr." Und wenn Du dann drin steckst, hilft Dir keine Statistik.
Ein Beispiel: Schau einfach mal hier im Forum nach Berichten über den Sommer 2011, als zur schönsten Zeit des Jahres ein eigentlich harmloser Gletscherlauf die Ringstraße im Süden für mehrere Wochen unterbrochen hat.