Also eigentlich besteht momentan für mich so gar keine Chance auf Frei, da ich mal wieder das einzige Personal bin

. Aber dann ... dann ergab sich die Gelegenheit. Elkü kam Mittwoch mit ihrem Besuch bei uns vorbei und erzählte mir doch glatt, dass sie am nächsten Tag zum Laki wollten. Ach nööö. Und ich muss hier arbeiten

. Und die Wettervorhersage versprach soooo viel Sonne. Naja, ein bisschen auf die Tränendrüse gedrückt, die Anzahl der Zimmer und der Buchungen gecheckt und dann kam von Erla das erlösende OK. Sie weiß, was mir die Ausflüge bei gutem Wetter bedeuten. Juhuuu!
Wir hatten zwar anfangs ein paar Probleme mit den Fahrzeugen und kamen dadurch verspätet und völlig anders als geplant los, aber wir fuhren Richtung Laki. Und das letztendlich mit Erlas RAV4. Mit 4 Leuten. Also ich wusste ja noch vom letzten Jahr, dass die Piste übel ist, aber was wir dann dieses Jahr zu sehen bekamen ... uiuiui! Vielleicht hatte ich sie aber auch vom letzten Jahr nicht ganz so übel in Erinnerung, da ich damals "standesgemäß" mit dem Landcruiser reisen durfte. Nun ja, der RAV4 hat gelitten. Und nicht wenig. Und wir sind wirklich geschlichen. Ab Nationalparkgrenze war die Piste übrigens recht gut befahrbar und auch die Furten waren alle gut zu bewältigen.
Bei den Kratern hatten wir ein super Wetter. Etwas windig, etwas kühl (gut, dass man immer mit 2,3 Jacken reist

), aber Sonne ohne Ende! Nee, wat is dat schön da!!! Ranger Kári, den wir unterwegs getroffen hatten, hatte mir abends noch eine SMS geschickt: "The autumn is best time in the nature, bright colors and soft light." Ja, wie Recht er hat.

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Auf unserem Rückweg wurden wir unerwartet zu Schutzengeln. Zwei Touristen, die ebenfalls mit einem RAV4 unterwegs waren, jedoch wesentlich schneller über die Piste geflogen sind, hatten sich kurz vor der Furt an der Geirlandsá (da, wo es zum Fagrifoss geht) einen Platten eingefangen. Das Auto hatte kein Ersatzrad, die beiden kein Handy aber Handyempfang war dort eh nicht, sie wähnten sich in 5 km Entfernung von der Ringstraße, hatten keine Karte. Uuups. Mit uns mitkommen wollten sie nicht, verließen sich drauf, dass wir uns um Hilfe kümmerten. Gut, dass ich Gunnar von der Werkstatt in Klaustur kenne. Denn die Autovermietung hatte nur noch den Anrufbeantworter geschaltet und die dort genannte Notrufnummer war nicht erreichbar. Und so konnten wir immerhin Gunnar alarmieren, der sich sofort auf den Weg machte. Es war ja nun schon 19:30 Uhr und damit fast dunkel. Ach ja, was für ein ereignisreicher Tag.
Was nehmen wir aus diesem Tag mit:
- Verlass dich nicht drauf, wenn dir eine isländische Werkstatt sagt, dein Auto ist wieder ok.
- Fahr besser nicht mit 4 Mann im einem RAV4 Richtung Laki.
- Bei super Wetter ist auch ein kurzer Aufenthalt dort absolut lohnend.
- Fahre nie ohne Karte Richtung Laki, wisse immer wo du bist und checke vorher, ob du ein Ersatzrad dabei hast.
