Aber es ging alles gut, niemandem wurde schlecht und wir genossen es sogar. Leider war der Himmel sehr bewölkt, sodass wir kaum was von der Erde sahen. Erst als wir über Island waren, konnten wir das Land von oben bewundern.
Das erste, das uns auffiel war, dass man sich in Island die Finger verbrennt, wenn man sich die Hände nach dem Toilettengang waschen will.

Das zweite, dass die Menschen dort wahnsinnig nett, offen, fröhlich und hilfsbereit sind! Ich dachte schon, ich sei versehentlich nach Italien gereist, weil alle mit Händen und Füßen gestikulierten und sich fröhlich irgendwas zuriefen.
Der erste Schock auf dem Weg von Keflavik Flughafen zum Inlandsflughafen in Reykjavik: nur Steine überall! Sooo hatte ich mir das nun auch wieder nicht vorgestellt...
Flybus war übrigens toll, fand ich. Man zahlte (nicht zu knapp) das Ticket und wurde überall hingefahren, wo man wollte.
Am Inlandsflughafen angekommen konnten wir sogar umbuchen und einen früheren Flug nach Akureyri nehmen. Juhu! Die Pommes dort sind übrigens empfehlenswert.
Als ich dann allerdings diese kleine Fokker sah und die wenigen Stufen in dieselbe erklomm, wurde mir ganz anders. Hätte ich eine Alternative gewusst, wäre ich getürmt! Da sollte ich rein??

Aber es war gar nicht so schlimm wie vermutet. Ein bisschen wackeliger und lauter, aber sonst alles ok.
In Akureyri angekommen erwartete uns schon unser "Guide" für die nächsten 6 Tage, die Frau, der der Pferdehof gehört. Eine Deutsche, die mit einem isländischen Züchter liiert ist.
Unsere erste Handlung bestand darin ein bisschen in Akureyri rum zu schlendern und uns umzuschauen. Unser Guide wollte noch das Auto waschen und was erledigen. Die Stadt fand ich richtig schön! Genau mein Geschmack, meine Grösse... Toll!



Ein guter Start!
Zwei Stunden später kam die andere Hälfte unserer Reisegruppe an, ein 13-jähriges Mädchen mit ihrem Vater. Dann ging es los in Richtung Pferdefarm.
Berge, Steine (niedrig bewachsen), die ersten Islandpferde und viele Schafe. Das waren meine ersten Eindrücke und es gefiel mir sehr gut.
Der restliche Abend verging mit dem Auspacken der Rucksäcke und einem Spaziergang zu einer nahe gelegenen Koppel, wo wir die ersten Kontakte zu ein paar Junghengsten knüpften.

Leider waren wir nicth wie gebucht direkt auf dem Pferdehof untergebracht. Die Stallungen befanden sich ca. 1 Stunde Fußmarsch entfernt.
Ich kann den Hof übrigens aus mehreren Gründen nicht empfehlen.
Dies war der Blick aus der Haustür raus: ein Schafstall.


Morgens wurde man durch fröhliches "Bäääähhh" geweckt. Am ersten Tag dachte ich, die stünden neben meinem Bett! Aber da gibt es durchaus unangenehmere Wecktöne.

Ende Tag 1.