Zunächst mal ein paar aktuelle Fotos:
Links unten ist die Hekla. Die Bergspitzen von Landmannalaugar waren vom Flieger (2.Juni) aus zu sehen, aber sonst nur Schnee.
Etappe Skógar in Richtung Fimmförðurháls am 5. Juni. Mein bisher frühester Start auf dieser Etappe war mal der 20. Juni - ich kann mich an Schnee damals nicht erinnern. Sonntag waren die ersten Schneefelder nach gut 1 Std ab Skógar zu queren. Inwieweit man diese Situation auf den weiteren Weg ab Þórsmörk übertragen kann, kann ich nicht einschätzen, vielleicht können das andere hier im Forum.
Schneesituation kurz vor der Brücke (im Hintergrund) über die Skogá:
Die Brücke, ein Geländer fehlt derzeit:
Auf halber Strecke zwischen Brücke und Baldvinsskáli war Schluss. Null Sicht.
Laugavegur generell
Wie schon gesagt wurde: Ein Trek ist immer der erste

. Meine erste 2-Tages-Wanderung mit Zelt & Co, sprich schwererem Gepäck war einst auch Skógar - Þórsmörk. Relativ untrainiert. 1 Jahre später bin ich - nicht wesentlich trainierter - erstmals mit 20 kg auf dem Rücken von Skógar nach Landmannalaugar. Mit Erschöpfung und heftigem Muskelkater nach der ersten Doppeletappe (Skógar - Þórsmörk, wollte nach dem Ausbruch nicht oben in der Asche zelten), gutem Wetter und Biss zum Weiterwandern. 2009 bin ich fast ohne Vorbereitung auf den Hvannadalsnúkur, letzten Samstag ebenso wenig vorbereitet (letzter Bergkontakt vor 5 Monaten) auf die Hrútsfallstindar. Meine ganz persönliche Meinung: Du brauchst eine gewisse, recht gute Grundfitness. Ich für meinen Teil bin nicht schnell, habe aber ein enorm hohe Ausdauer und auch immer nur auf Ausdauer trainiert. Also mit ner guten Grundfitness geht da was. Und du brauchst Biss für den nicht trainierten Anteil

. Wie hoch ist dein Durchhaltvermögen bei Schmerzen? Kannst du trotz heftigem Muskelkater am nächsten Tag weiterlaufen? Kannst du deine Kraft über lange Etappen einteilen oder rennst du anfangs schnell los und brichst dann ein? Schießt dich eine Blase am Fuß aus dem Rennen oder stichst du sie auf, versorgst sie, tapest die Stelle und wanderst weiter?
Der zweite Aspekt ist das Wetter! Am Sonntag war das Wetter auf der Etappe Skógar - Þórsmörk so dermaßen mies, dass ich aus Sicherheitsgründen abgebrochen hatte. Die Sicht wurde ab der Brücke immer mieserabler, später waren die Marker kaum noch zu sehen. Mir kamen zwei Wanderer aus Richtung Þórsmörk entgegen, die sagten: Þórsmörk = geniales Wetter, ab Ausbruchsstelle nur Nebel und Schnee so hoch und matschig, dass sie immer wieder bis zu den Knien versanken. Einen anderen Wanderer, den ich um 16 Uhr auf meinem Rückweg traf, der nur noch ein bisschen weitergehen wollte, traf ich am nächsten Tag in Skógar wieder. Er war nie bis zur Baldvinsskáli gekommen und der Nebel oben war so dicht, dass er lange weder vor noch zurück kam und nach einer ganzen Nacht auf den Beinen erst morgens um 5 Uhr wieder in Skógar ankam (Strecke bergab eigentlich 3-3,5 Stunden!). Einige Wanderer hatten wir zum Umkehren bewegen können, andere sind - ohne Kenntniss des Trails an sich, der Schnee- und Wetterverhältnisse, ohne GPS und teils schlecht ausgerüstet - weitergegangen

. Man macht sich Sorgen.
Zum Wandern gehört auch der Mut umzukehren oder abzuwettern und nicht auf Teufel komm raus durchzuziehen. Bei Sonne ist der Trail ein absoluter Traum, bei miesem Wetter kann er zu tödlichen Falle werden.
Monique