Weiter ging es am heutigen Sonntag. Wir haben tatsächlich in Skaftafell gezeltet, waren aber nicht alleine dort - es gab noch ein paar mehr. Die Wiesen erstrahlen in tollem Grün und es liegt nur ganz wenig Asche. Als wir Samstagabend die Zelte aufbauten, war es extrem nass, weil zuvor eine enorm heftige Regenschauer runtergekommen war. Man hatte dennoch ein paar Aschekrümel in der Hand, wenn man mit der Hand durchs Gras fuhr, was beim Zeltaufbau nicht ausbleibt. Aber nur minimal und man kann es genauso gut für normalen Dreck halten.

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Wir sind mit der ersten Tour Richtung Sjónarnípar gestartet und haben die kurze Runde über den Svartifoss genommen. Blick auf den SKaftafellsjökull bzw. das vorgelagerte Gebiet:

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Svartifoss:

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Bis hier hin war kaum Asche zu sehen, nur eine äußerst dünne Schicht. An 3, 4 Stellen gab es mal Flächen zwischen 2 und 15 m², an denen man tatsächlich etwas mehr Asche sah. Die Bäume sind grün, die Birken werfen ihre Pollen auf ahnungslose Allergiker (Danke!), es ist wunderbar still und fast einsam dort und wäre die schwarze Gletscherzunge nicht (ab höheren Lagen ist ja alles wieder weiß!), würde es aussehen wie immer und man würde denken: Supi, endlich ist der Sommer da, alles ist wieder grün

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Die zweite Runde führte uns zum Morsárjökull. Es war den ganzen Tag trocken und wir kamen nun stellenweise in Gegenden, in denen der Boden schon etwas trockener war. Hier zunächst ein Blick ins Tal:

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Am Morsárjökull selber war es leider recht diesig. Aber auf dem Weg dorthin rechtsseitig ... alles grün!

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Unsere Hosen waren bis zu den Knien ganz leicht verschmutzt, denn der Weg dorthin wird so selten benutzt, dass die Bäume und Sträucher den Weg zuwuchern und man sich durchs Geäst schlagen muss. Und dabei haben die Sträucher ihr letztes bisschen Asche an unseren Hosen abgestreift. Lässt sich alles wieder abklopfen. Beim Gehen wirbelte ein ganz klein wenig Asche auf. Minimal und nicht der Rede wert. Es kam dann stellenweise etwas stärkerer Wind auf ... hatten wir den von vorne, hatten wir auch einen leicht pelzigen Mund. Nicht der Rede wert. Auch hier im Tal nur ganz wenig Asche, wenngleich etwas mehr als auf der Skaftafellsheiði.
Am Svínafellsjökull das gleiche Bild: Schwarzes Eis in tieferen Lagen, oben Neuschnee:

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Wir trafen die erste Eis-Walker. Der Guide meinte, sie hätten seit 3 Tagen Touren und die Leute wären interessiert und wollten auf dem schwarzen Eis wandern. Es sind bereits erste neue Spalten (weiter oben) entstanden, die dann auch schon wieder andere Farben als schwarz zeigen.
Kleiner Tipp für die Bastelfreunde: Wenn ihr mal eine Schutzmaske dabei habt, aber grad keinen Aschsturm zur Hand, dann könnt ihr die Maske auch gut dazu verwenden, eine kaputte Sohle zu fixieren. Leider ist die Maske solchen Belastungen nicht lange gewachsen und man muss nach spätestens zwei Stunden das Gummiband aus der Schutzbrille zusätzlich zu Hilfe nehmen

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Unser Fund des Tages: Ein paar der jüngsten Steine der Welt - gefunden im Morsárdalur:

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3, 2, 1 ... meins!
