Hallo nochmal,
vielen Dank, Kim, für Deine Antwort.
Andernorts in Island würde ich wohl ähnlich planen - jedenfalls für mich selbst. Für meinen Sohn müsste es aber auch dort wohl ein bisschen wärmer sein. Bei einem richtigen Kälteeinbruch auf Hornstrandir - gerade an der Nord- und Westküste - fürchte ich, dass es dann zu kalt sein könnte.
Vielleicht äußert sich ja noch jemand dazu...
Wir haben richtige Winterschlafsäcke bis -25°. Natürlich bedeutet das gleich auch mehr Gewicht und Volumen, allerdings finde ich dann wiederum Schleppen lange nicht so schlimm wie Frieren.
So langsam sacken die Informationen aus Karten/Reiseberichten und Bildern von Anderen. Inzwischen spiele ich mit dem Gedanken, die Zeit aufzuteilen, und zwar wie folgt:
1. Ísafjörður > Hesteyri (Proviantpaket deponieren)
2. Hesteyri > Sléttuheiði > Sæból
3. Sæból > Hraunkötludalur > Miðvík > Látrar
4. Látrar > Militärbasis Bæjarfjall > Látrar
5. Látrar > Stakkadalur > Hesteyradalur > Hesteyri (Proviantpaket abholen)
6. Hesteyri > Innri-Hesteyrarbrúnir > Kjaransvik > Hlöðuvík/Buðir
7. Hlöðuvík/Buðir > Skálarkambur*** > Atlaskarð ***> Tröllakambur*** > Hornvik/Höfn
8. Höfn > Hornbjarg > Hornvik/Höfn
9. Hornvik > Ísafjörður
Ein großer Vorteil ist eindeutig, dass ich mir das Gewicht für den Proviant besser einteilen kann. Darüber hinaus ist der erste Teil für meinen Geschmack der leichtere - und somit wahrscheinlich auch der bessere Auftakt.
Was den 2. Teil angeht, habe ich speziell zu den mit Sternchen (***) markierten Stellen Fragen:
In den Berichten, die ich gelesen habe, gibt es unterschiedliche Meinungen zum Schwierigkeitsgrad der Passagen.
Vielleicht kann mal jemand darauf antworten, der sich vorstellen kann, dass er einen 11-Jährigen dabei hat.
Egal wie lauffreudig - es gibt definitiv Stellen, die ich mit ihm nicht im Traum versuchen würde. Dazu gehören u. a. alle Passagen, die durchs Meer verlaufen. Sollte das Wetter schlecht und die Brandung zu stark sein, wären wir aufgeschmissen.
Deshalb plane ich lieber gleich anders und laufe ggf. auch einen Umweg, um von vorne herein glitschige Steine/Tide/Strömungen zu umgehen.
Zu diesen Stellen zählen meiner Einschätzung nach Hymingsgata und vor allem die Strecke am Hesteyrarfjörður entlang.
Tröllakambur - Hafnames - Höfn hingegen hört sich durchaus machbar an.
Bitte korrigiert mich, wenn ich irgendwie falsch liege.
Rein theoretisch könnten wir auch von Látrar direkt zum Fljótsvatn - allerdings hadere ich mit den beiden direkten Routen über Tunguheiði bzw. Tröllaskarð. Beide erscheinen mir in den Beschreibungen stellenweise zu steil. Ich würden dann eher dazu tendieren, von Látrar einen Weg Richtung Háaheiði zu suchen und von dort mit einer Nacht am Fljótsvatn dann über Þorleifsskarð und Almenningaskarð zu gehen.
Im Hinterkopf habe ich dabei allerdings auch immer die Berichte verschiedener Leute, die den Bereich um den Fljótsvatn als extrem nass empfunden haben. Das könnte mit den etwas kürzeren Beinen dann doch ziemlich anstrengend werden...und das muss nicht wirklich sein. Der Rest reicht sicher auch schon...
Hat jemand zu der Strecke irgendeine bestimmte Meinung? Ich habe überhaupt kein Problem, diesen Teil auszulassen.
Vielen Dank schon mal im Voraus für Euer Feedback!
Isabel